Mal wild, mal kultiviert: Blaubeeren aus Kanada

Kanada ist eines der wichtigsten Blaubeeren-Länder der Welt. 2024 wurden hier insgesamt 165.608 Tonnen (!) der kleinen blauen Beeren produziert. Damit ist Kanada der viertgrößte kommerzielle Blaubeeren-Produzent der Welt.*

Doch kanadische Blaubeeren sind nicht gleich kanadische Blaubeeren: So gibt es zum einen die kultivierten Highbush Blueberries, die überweigend aus dem kanadischen Westen stammen und die kleinen Wild Blueberries – auch Lowbush Berries genannt – die vor allem im Osten des Landes wachsen.

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Blaubeere ist nicht gleich Blaubeere

Bei den kanadischen Blaubeeren wird zwischen zweit Arten unterschieden: den kultivierten Highbush Blueberries, die überweigend aus dem kanadischen Westen stammen, und den kleinen Wild Blueberries – auch Lowbush Berries  genannt – die vor allem im Osten des Landes wachsen.

Von den 165.608 Tonnen, die Kanada beispielsweise 2024 produzierte, entfielen 94.111 Tonnen auf Lowbush bzw. Wild Blueberries und 71.497 Tonnen auf kultivierte Highbush Blueberries.*

Die beiden Arten wachsen außerdem in unterschiedlichen Regionen Kanadas.

British Columbia ist das Zentrum der kultivierten Blaubeeren: Rund 94 % der kanadischen Highbush-Produktion stammen aus der Provinz an der Westküste.*

Die Wild Blueberries sind dagegen vor allem im Osten Kanadas zu Hause – insbesondere in Québec und den Atlantikprovinzen New Brunswick, Nova Scotia und Prince Edward Island.

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Was bedeutet eigentlich „wild“?

Wild Blueberries sind nicht einfach kleine Varianten der großen Blaubeeren aus dem Supermarkt. Sie gehören zu anderen Pflanzenarten und wachsen natürlich in den Landschaften Ostkanadas.

Und „wild“ bedeutet dabei nicht, dass sie völlig sich selbst überlassen werden.

Für die kommerzielle Produktion werden die natürlichen Bestände gezielt bewirtschaftet und gepflegt. Die Pflanzen wachsen aus unterirdischen Rhizomen und bilden über Jahre große Bestände. Die Felder werden unter anderem geschnitten oder kontrolliert abgebrannt, um neues Wachstum anzuregen. Auch Bestäubung sowie Unkraut- und Schädlingsmanagement gehören zur Bewirtschaftung.

Ein weiterer Unterschied: Wild-Blueberry-Felder werden in einem zweijährigen Produktionszyklus bewirtschaftet. Nach der Ernte wird ein Feld zurückgeschnitten; im darauffolgenden Jahr entwickeln sich neue Triebe und Blüten, bevor im nächsten Jahr wieder geerntet wird.

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Klein, aber intensiv

Die kultivierten Highbush Blueberries wachsen dagegen an deutlich höheren Sträuchern und werden gezielt in Plantagen angebaut. Ihre Früchte sind größer und meist gleichmäßiger in Größe und Aussehen.

Wild Blueberries sind kleiner und können sich in Größe, Farbe und Geschmack stärker unterscheiden. In einem einzigen Feld können verschiedene natürlich vorkommende Pflanzenklone zusammenwachsen – ein Grund für die große geschmackliche Vielfalt der kleinen Beeren.

Auch für die Verarbeitung sind sie interessant: Wild Blueberries eignen sich besonders gut zum Einfrieren und Weiterverarbeiten. Deshalb wird ein großer Teil der kanadischen Wild-Blueberry-Ernte tiefgefroren oder zu anderen Produkten verarbeitet.

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Von Kanada nach Deutschland

Kanadische Blaubeeren bleiben natürlich nicht nur in Kanada. Auch in Deutschland sind sie längst angekommen.

2024 exportierte Kanada rund 8.600 Tonnen Blaubeeren nach Deutschland, darunter etwa 8.500 Tonnen Wild bzw. Lowbush Blueberries. Damit gehört Deutschland zu den wichtigsten internationalen Märkten für Kanadas kleine Wild Blueberries.*

Ihr habt also vielleicht längst kanadische Blaubeeren auf dem Teller gehabt, ohne es zu wissen. Ob im Müsli, in einem Muffin, auf Pancakes oder tiefgekühlt im Smoothie – die kleinen blauen Beeren aus Kanada haben ihren Weg auch in deutsche Küchen gefunden.

Eine kanadische Beere mit langer Geschichte

Blaubeeren sind in Kanada heimisch und wurden von den indigenen Bevölkerungen Nordamerikas bereits lange vor der europäischen Besiedlung gesammelt und genutzt. Die kommerzielle Produktion entwickelte sich später vor allem in Québec und den Atlantikprovinzen.

Heute erzählen die beiden Blaubeerarten auch eine kleine Geschichte über Kanadas unterschiedliche Landschaften: Im Osten wachsen die niedrigen Wild Blueberries in natürlichen Beständen, während in British Columbia große Plantagen die kultivierte Highbush-Produktion prägen.

Und auf dem Teller? Da sind beide unglaublich vielseitig. Ob in Pancakes, Muffins, Pies, Smoothies, Desserts oder Marmeladen – kanadische Blaubeeren bringen ein Stück Sommer auf den Teller.

Appetit bekommen? In unserer Rezeptkategorie findet ihr eine Auswahl leckerer Blaubeergerichte, die die kleinen gesunden Beeren perfekt zur Geltung bringen! Oder wie wäre es mit einem Schluck feinstem Sortilège Blaubeer-Ahornsirup-Whisky Likör? Dann schaut doch mal auf unserem Marktplatz vorbei!

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*Quellen

  • Agriculture and Agri-Food Canada: Statistical Overview of the Canadian Fruit Industry – 2024
  • Agriculture and Agri-Food Canada: Crop Profile: Lowbush Blueberry in Canada, 2023
  • Agriculture and Agri-Food Canada: Crop Profile: Highbush Blueberry in Canada
  • Agriculture and Agri-Food Canada: Customized Report – Blueberry Products
  • Produktions- und Handelsdaten: Statistics Canada